Hubert's
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Lautsprecherbox "Betsy"
Meine Lautsprecherbox „Betsy“ ist eine Selbstbaubox.  Sie entstand eigentlich aus Müll.
Die Lautsprecher entstammen aus Lautsprecherboxen mit Funkansteuerung. Damals war ich nur an dem Funk interessiert.  Der Klang dieser Lautsprecherboxen war einfach unterirdisch. Ich konnte auch nicht verstehen, wie die Bewertungen für dieses Funksystem als „gut“ abgegeben wurden.

Also habe ich diese Funklautsprecher (vier Stück) geschlachtet. Die Lautsprecher fanden dann den Weg in meinem Hobbyraum.

Für unsere Theateraufführungen habe ich auch mal Lautsprecherboxen gebaut. Mit den Jahren wurde diese durch die vielen Transporte unansehnlich. Sie sind auch vom LKW gefallen. Nachdem ich auch dafür Ersatz bekam, wurden auch diese geschlachtet. Aus diese habe ich die Frequenzweichen, Anschluss-Terminal und die Bassreflex Rohre behalten.
Aus diesen „zwei“ Boxen entstand Betsy.
Irgendwann dachte ich: „Aus den ganzen Einzelteilen könnte man doch eine neue Lautsprecherbox bauen. Es sollte eigentlich eine kleine Box werden. Trotzdem wurde sie 48 cm hoch, 23 cm breit und 25,5 cm Tief.
Die Box wurde mit 19er Spannplatten hergestellt, die ich in der Werkstatt gehortet hatte. Leider konnte ich mit meiner Tischkreissäge, die Gehrungen nicht so sauber schneiden wie ich wollte. Nach dem das Gehäuse zusammengebaut waren, war klar: So kann das nicht bleiben. Ich überlegte mir, wie ich die vermurkste Gehrung schön bekommen wollte, da fiel mir der Blick auf ein Rest Kork, den ich zum verlegen von Laminat benutzt hatte
Eine Dose Kleber fand ich auch noch, also kurzer Hand den Kork rundum geklebt. Der Kork habe ich dann noch weiß angemalt. Da die Farbe bei Kork, keine Schöne Kante streichen lässt, wurde vorne noch eine Kante aufgeklebt. Ich bin mit dem Ergebnis so zufrieden. Auf der linken Seite, auf dem Bild, kann man erkennen, wie das wird, wenn man trotz abkleben den Kork Lackiert.
Dann rede ich jetzt mal von den Lautsprechern und deren Verschaltung. Die vorhandene Frequenzweiche hat nur zwei Ausgänge. Ich habe aber vier Lautsprecher. Deshalb habe ich an zwei Lautsprecher (Hochtöner, Mitteltöner) noch ein Kondensator und eine Spule angeschlossen. Ich wollte so viel Dynamik wie möglich aus der Box holen, und das geht nicht, wenn alle Lautsprecher die gleiche Frequenz spielen. Was für eine Spule, und was für einen Kondensator, kann ich nicht mehr sagen, denn die Abstimmung der Box geschah nach dem Motto: „Try and Error“ Und wegen der Dynamik, gibt es vorne zwei kleine Bassreflexöffnungen, die unterschiedlich lang sind, so dass aus diesen auch unterschiedliche Klänge rauskommen. Um aus der kleinen Box ordentlich Bass zu bekommen, gibt es auf der Rückseite ein großes Bassreflexrohr. Die Rohre stammen auch von den ausgeschlachteten Boxen.
Betsy hat einen kritischen Ohm wert, nämlich 3 Ohm.
Die Dämmung in der Box ist Glasfaser-Dämmmatte, die ich auf einer Baustelle geschnorrt habe.
Viele würden jetzt sagen: Warum hast du die Box nicht ausgerechnet?
Ich bin der Meinung, dass man an so einer Box ausrechnen kann wie man will, wenn die ausgerechnete Box, der Klang nicht gefällt, bringt, dass alles nichts. Ich Probiere da lieber aus, bis es meinen Ohren gefällt. Zudem ich für diese Lautsprecher auch keine Technische Daten habe. (Frequenzkurve) 
Und wie kommt man zu den Namen „Betsy“? Mein Ziel war es, eine kleine Box mit Ordentlich Bass zu bauen. Und da kam die Idee auf „Bässelchen“, „Bessie“ usw..